FLEISCH?

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Gesundheitliche Gründe: Studien haben mittlerweile bewiesen, dass Vegetarier weniger häufig an einigen Zivilisationskrankheiten leiden und eine deutlich höhere Lebenserwartung haben. So erkranken Vegetarier weniger an Krebs, haben tiefere Blutdruckwerte, leiden weniger unter Herz-Kreislauf-Erkankungen und unter Übergewicht. Unklar bleibt allerdings, inwieweit es auch daran liegen könnte, dass Vegetarier generell weniger rauchen, weniger Alkohol trinken und mehr Sport treiben, also insgesamt bewusster und gesünder leben.

Ökologische Gründe: In den Entwicklungsländern werden große Flächen, unter anderem auch Regenwald, gerodet, einerseits als Weidefläche für die Tiere selbst und andererseits als Anbaufläche für die Herstellung von Futtermitteln. Auf der gleichen Fläche können entweder 50 Kilogramm Fleisch oder 6000 Kilo Karotten, 4000 Kilo Äpfel oder 1000 Kilo Kirschen erzeugt werden. Außerdem ist die tierische Landwirtschaft in Deutschland einer der größten Wasserverbraucher. Mit dem Wasserverbrauch zur Erzeugung von einem Kilo Fleisch könnte man ein ganzes Jahr lang täglich duschen. 36 Prozent des weltweit produzierten Getreides und 70 Prozent der Sojaproduktion gehen in die Fleischproduktion. Zahlen, aus denen viele Menschen ihre Hinwendung zum Vegetarismus ableiten. Und auch in der Klimadiskussion spielt die Massentierhaltung eine Rolle. Das bei der Verdauung der Tiere entstehende Methangas gilt als klimaschädigend. Methan wird in den Pansen der Schafe und Kühe gebildet, wenn Magenbakterien der Tiere Pflanzenfasern in ihre Bestandteile zerlegen. Es zählt zu den Treibhausgasen; Massentierhaltung trägt damit zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei. Ein Rind stößt in einem Jahr genauso viel Treibhausgase aus wie ein Pkw in einem Jahr (bei 18.000 Kilometern pro Jahr). Durch die weltweite Rinderzucht entstehen mehr klimaschädigende Gase als durch alle Autos zusammen.

Fleischlos gegen den Menschen-Hunger: Viele Menschen glauben, daß das vorhandene Ackerland die Menschen in der Dritten Welt nicht ausreichend ernähren könne. Dies aber ist nicht so. Die dort produzierten Nahrungsmittel werden für die Fleischproduktion nach Europa und in die USA exportiert. 10 Kilo Getreide werden benötigt, um 1 Kilo Fleisch zu erzeugen. Für die Viehfütterung werden fast 70% der Weltgetreideproduktion verwendet. Würden mit diesem Getreide auf direktem Weg Menschen ernährt, könnten für ein 225g-Steak 40 Kinder einen Tag überleben!

Der Regenwald liebt nur Vegetarier/innen: Die Regenwälder sind die Lungen unserer Erde. Aber sie sind noch mehr: sie sind Heimat für unzählige Menschen, Tiere und Pflanzen. Damit Rinder dort weiden können, werden diese Wälder vernichtet, und zwar durch Brandrodung. Die Tiere sterben dabei und auch die Pflanzen. Die Menschen, die dort lebten werden vertrieben. Ihnen bleiben dann Reservate oder die Slums der Großstädte. Nach einigen Jahren sind die Wiesen bereits unbrauchbar, da ohne Urwald auf diesen Böden kaum etwas nachwächst. Neue Waldflächen werden gebrandschatzt, neues Leid für frisches Fleisch. Die zurückgelassen Weiden veröden.

Luft und Land sind Güllekrank: Die in Ställen zu zigtausenden eingepferchten Tiere hinterlassen Unmengen von Kot und Urin - die sog. Gülle. Gülle fällt in solchen Mengen an, daß sie für die Düngung der Felder nur zu einem kleinen Teil sinnvoll verwendet werden kann. Der Rest ist Umweltmüll, wird aber dennoch in den Boden verbracht. Durch Umwandlungen entstehen Ammoniak, Salpetersäure und Nitrate, außerdem beinhaltet die Gülle Pestizid- und Pharmareste, Schwermetalle und Stickstoff. Dies alles wird in die Erde und die Luft abgelassen und führt zur Vergiftung des Grundwassers und zu saurem Regen, der wiederum unsere Wälder tötet.

Was Fleisch so ungesund macht: Fleisch enthält keinerlei Ballaststoffe, auch wenn der Eindruck durch die faserige Konsistenz entstehen mag. Wegen dieser Eigenschaft kommt es zu festerem Stuhl, der sich nur sehr langsam Richtung Ausgang bewegt. Die Zeit, die das Fleisch seine Gifte im Darm an den Körper abgeben kann, steigt also an. Pestizide, die sich in den Futterpflanzen befinden, addieren sich im Körper des Tieres. Je nach Tierart rechnet man mit 6-10 kg Futterpflanzen je kg Fleisch. Fleischesser nehmen also zusätzlich noch ein Vielfaches der Pflanzen(!)gifte in sich auf, als Vegetarier!

Quelle (2011): www.veggiswelt.de