HERXHEIM

herxheim

 

Im 6. Jhrdt. wird Herxheim von fränkischen Siedlern gegründet. Die erste namentliche Erwähnung Herxheims stammt aus dem Jahr 773 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Weißenburg, das die weltliche Herrschaft über Herxheim innehatte. Mit rund 200 Hektar besitzen Herxheim und Hayna die größte Anbaufläche für Tabak in Deutschland. Der hier angebaute Tabak genießt einen guten Ruf. Würzig in der Mischung wird er vorwiegend in Zigarren und Zigarillos verwendet. Auch Kultur wird bei uns groß geschrieben. Die Kunstschule Villa Wieser und das ansässige
Chawwerusch-Theater sind nur ein Teil einer Kunstszene, die fest etabliert ist. Das Großdorf Herxheim ist im Motor- und Pferdesport eine Internationale Größe. Weltmeisterschaftsläufe der Sandbahnspezialisten sowie hochdotierte Pferderennen aller Art werden hier volksfestgerecht gefeiert.

Katholische Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt. Wohl seit Beginn und Entstehen der christlichen Besiedelung der Mark Herxheim war der Hügel, auf dem das heutige Gotteshaus steht, Standort der Kirche: Der Kirchberg in hervorgehobener Lage im Höhenzug über dem Klingbachtal war von Anbeginn Mittelpunkt der dörflichen Ansiedelung. Seit Jahrhunderten ist die Kirche auf dem Kirchberg Glaubenszentrum und -zeugnis der Ortsbewohner durch viele Generationen hindurch. In eindrucksvoller, majestätischer Weise verkörpert sie auf Herxheims „heiligen Berg“ die lange christliche Tradition des Dorfes und seiner Bevölkerung.

Ein in der europäischen Geschichte einmaliges Ereignis hat sich in Herxheim abgespielt. Was hier vor 7000 Jahren passierte, zeigt das Museum Herxheim. Seit den 1990er Jahren wurden die Reste einer Siedlung der ältesten europäischen Bauerngesellschaft ausgegraben, der sogenannten „Linearbandkeramischen Kultur“. Diese bandkeramische Siedlung war von einem doppelten Ring aus Gruben umschlossen. Immer wieder waren längliche Gruben angelegt worden, die sich überschnitten – so lange, bis sie zwei Ringgräben um das Dorf bildeten. In der letzten Phase der Siedlung, am Ende der bandkeramischen Kultur, ereigneten sich hier wahrhaft atemberaubende Totenrituale. Hunderte von menschlichen Körpern wurden zerlegt, ihre Schädeldecken abgetrennt, ihre Knochen zerschlagen. Reich verzierte Gefäße wurden zerbrochen, ebenso Tierknochen und Steingeräte. Alles gelangte schließlich in die Gruben und blieb 7000 Jahre lang mit Erde bedeckt. Ein einmaliger Befund, nicht nur für die Zeit der Linearbandkeramik! www.museum-herxheim.de

Das Rathaus wurde 1824 und 1825 errichtet und diente über lange Zeit als Schul- und Gemeindehaus mit Bürgermeisteramt, Ratssaal und Lehrerwohnung. Auch die Sparkasse war früher wie heute noch in dem Gebäude sesshaft. 1976 musste das alte Gebäude dem heutigen Neubau für die Verbandsgemeindeverwaltung und die Sparkasse weichen. Der besagte Mittelrisalit wurde originalgetreu in das vorhandene Bauensemble integriert.
Im Jahr 1896 ergriff Jacob Friedrich Bussereau die Initiative und gründete in Herxheim das St. Paulus Stift um somit die Lebenssituation behinderter Menschen zu verbessern. Die Jacob Friedrich Bussereau Stiftung setzt sich aktiv für Menschen mit Behinderung und Menschen im Alter ein! Als kirchliches Unternehmen verbinden wir fachliche Kompetenz und Qualität mit Menschlichkeit und der Kraft des christlichen Glaubens.

Quelle: www.herxheim-pfalz.de